Kammerorchester Witikon - Geschichte

Kammerorchester2016

1957 – Witikon hat eine neue Kirche, und die soll eingeweiht werden, dazu gehört natürlich auch Musik. Und warum zu Orgel und Chor nicht auch noch ein Streichorchester? denkt Hans Rahn, ein begeisterter Bratschenspieler, und in kurzer Zeit hat er eine Schar ebenso Begeisterungsfähiger aus Witikon zusammengetrommelt. Und es blieb nicht bei diesem einen Auftritt, man spielte eifrig weiter zusammen - das Kammerorchester Witikon war geboren. Damals hiess es noch Kirchenorchester Witikon. Kein Geringerer als Willi Gohl dirigierte das erste Konzert.
Willi Gohl blieb dem Ensemble lange Jahre treu, seine erste Konzertmeisterin war Gertrud Speiser, und der Initiant Hans Rahn stand dem Orchester als Präsident 28 Jahre lang mit grosser Hingabe vor. (Übrigens: Die Musikbegeisterung der Familie Rahn hat bis heute angehalten; 1976 wurde der Rahn Musikpreis für junge Studierende der schweizerischen Musikhochschulen ins Leben gerufen, heute steht er als „Rahn Kulturfonds“ unter der Leitung der Enkelin des Orchestergründers.)
Nach Willi Gohl haben weitere Musiker - Ernst Klug, Walter Ochsenbein, Konrad Zwicky, Chris Walton, Othmar Mächler – das Ensemble dirigiert. Heute leitet es der Dirigent, Geiger und Komponist Arthur H. Lilienthal kompetent und mit straffer Hand, tatkräftig unterstützt von der Konzertmeisterin Ursula Salzmann.

Seit je bestreiten wir mit unserem Orchester zwei Konzerte, im Juni und im Dezember, und viermal pro Jahr wirken wir in den Gottesdiensten in Witikon mit. Die Liste der Werke, die wir schon erarbeitet haben, ist beeindruckend; wir schrecken vor nichts zurück, weder vor ganz alten noch ganz modernen Werken, im vollen Vertrauen darauf, dass unser Dirigent für uns auswählt, was wir auch einigermassen bewältigen können. Von Zeit zu Zeit spielen wir auch Uraufführungen und verhelfen so einem neu erschaffenen Werk zum ersten Schritt ins Leben. Wenn wir an unsere Grenzen stossen, kommen uns ab und zu auch einige Profis zu Hilfe, und Bläser und Schlagzeuger werden je nach Bedarf als Zuzüger eingesetzt. In beinahe jedem Konzert geben wir einem Solisten die Möglichkeit zu einem Auftritt, manchmal einem erfahrenen Künstler, dann wieder einem jüngeren, noch wenig bekannten.

Wir sind ständig bemüht, unser Streichorchester wieder etwas zu verjüngen und neue Mitspieler zu gewinnen, seien es Freunde, Neuzuzüger oder auch Heimweh-Witiker, die sich freuen, ihr Können im vergnügten Zusammenspiel sinnvoll einzusetzen.